Die Sammler

Den Sammlern, die uns ihre privaten Schätze für diese Website zur Verfügung gestellt haben, gebührt besonderer Dank.

Jochen Reeh-Schall Jochen Reeh-Schall

1972 mitten im „Willy wählen“ Wahlkampf geboren und in einem sozialdemokratischen Haushalt aufgewachsen, bin ich Mitte der Neunziger zu den Jusos gekommen. Nach dem Amt des Juso-Vorsitzenden im Kreis Altenkirchen und Sprecher des Juso-Bezirkes Rheinland/Hessen-Nassau hat es mich nach meinem Politik-, Geschichts- und Wirtschaftswissenschaftenstudium 2001 aufgrund eines Jobs bei der Friedrich-Ebert-Stiftung nach Bonn verschlagen. Dort war ich sechs Jahre als Ortvereinsvorsitzender in Poppelsdorf/Südstadt tätig und bin jetzt Mitglied der Bezirksvertretung Bonn. Bereits während meines ganzen Parteilebens habe ich schon immer Buttons und Nadeln gesammelt, die einem über den Weg kamen. Im vergangenen Jahr habe ich dann nach einer historischen Nadel Ausschau gehalten, die sich zum Jubiläumsjahr gut am Revers macht und dabei Spaß daran gewonnen, mein vorher eher sporadisches Sammeln ein wenig auszuweiten. Mittlerweile hat sich daraus die Sammlung von Nadeln, Pins und Buttons von nationaler und internationaler Arbeiterbewegung, Gewerkschaften und Sozialdemokratie entwickelt, die vom Jahr 1865 bis heute reicht.

 

Norbert Luffy

(geb 24. Mai 1963), verheiratet 5 Kinder (3 Töchter – 2 Söhne). Mitglied der SPD seit 1980, der AWO und GEW seit 1988.  Fraktionsgeschäftsführer der SPD-Fraktion der Stadt Herzogenrath.

1969 – im Alter von 6 Jahren – begann meine politische Arbeit. Mein Vater war stellv. Stadtverbandsvorsitzender und die „Willy-Wahl – 1969“ stand vor der Türe. Also hieß es, Plakate in den guten alten Ford 20MTS zu schleppen um die Stadt zuzupflastern. Überall dort, wo ein CDU Plakat hing, wurde auch ein SPD-Plakat angebracht. Und so mancher Baum wurde mit Hammer und Nagel gequält und erhielt das fünfte oder sechste Plakat angenagelt- aus heutiger Sicht eine absolute Katastrophe.
Wahlkampf mit „sechs“ war kein Einzelfall, in der Grundschule gab es die „Barzels“ und die „Roten“. Stolz trug man auch seinen ersten Wahlkampfbutton. Absoluter Spitzenreiter bei uns „roten“ Erstklässlern war „Lieber reinen Korn als Rainer Barzel!“ Und genau diesen Button habe ich nicht mehr – irgendwann Anfang der 70er verschwunden.
Zum Trost konnten meine Frau und ich einige Jahre später mit Willy Brandt ein kurzes „Gespräch“ führen. Auf einem NRW-Landesparteitag 1989 wagten wir uns in einer stillem Minute an „Willy“ heran – die Delegierten hatten sich zwischenzeitlich zum Mittagessen begeben. Ein Parteibuch mit dem Autogramm von Willy Brandt – das war sicher das Größte. Gerne gab Willy uns die Unterschriften und stellte uns die Fragen, wie wir den den Parteitag finden. Was tun? – eine ehrliche Antwort geben oder „gut und interessant“ antworten. Willy war schneller: „Also ich finde Parteitage immer stinklangweilig.“

 

Oliver DemmertOliver Demmert

Geboren 1972 kann ich mich noch an die Kanzlerschaft Helmut Schmidts erinnern. Nachdem ich auf der Beerdigung meines Opas in der Mitte der 90er Jahre erfahren habe, dass dieser in seiner Jugend als Hauskassierer in Duisburg für die SPD tätig war, begann ich (neben anderen Sammelgebieten) auch alles zu sammeln, was mit der Arbeiterbewegung zu tun hat. Auf Flohmärkten konnte man damals noch Schnäppchen machen! Im Wahlkampf 1998 traf ich auf meinen späteren OV-Vorsitzenden, der gerade plakatierte. Er wollte jedoch keine Plakate für meine Sammlung herausrücken, stellte mir aber was anderes beim nächsten Infostand in Aussicht…

Die Anstecknadel aus den 50er Jahren war ein nettes Willkommensgeschenk. Ich trat noch am Infostand der Partei bei und verteilte mein erstes Flugblatt (nicht ohne zwei Exemplare in die Sammlung zu übernehmen). Seitdem versuche ich in verschiedenen Ämtern die Positionen und Forderungen auf Pins und Flugschriften in praktische Politik umzusetzen.

 

Günter Gaus SchleifeGünter Gaus

ist der letzte lebende August Bebel-Verehrer!